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Trailrunning Tour de Tirol | 3 Tage, 3 Rennen

Dieser Blogpost “ Trailrunning Tour de Tirol“ enthält unbezahlte Werbung durch die Nennung von Marken, Orten, Links etc.

Endlich, Trailrunning Tour de Tirol. An drei Tagen ging es insgesamt 75km mit 3834hm rund um Söll im Wilden Kaiser. Die Tour de Tirol gibt es übrigens schon seit 14 Jahren und ist ein echter Laufklassiker. Ich war das erste mal dabei und ich kann schon eines sagen: ich komme wieder!

Trailrunning Tour de Tirol, Pölven Trail
Irgendwo auf dem Pölven Trail bei km20 ©Sportograf

Auf nach Söll| Ich fühle mich schon fast heimisch hier

Ich war dieses Jahr schon oft am Wilden Kaiser, aber ich hab mich ganz besonders auf dieses Rennwochenende gefreut. Es ist auch offiziell das letzte Trailrennen in 2019 und nach den Infinite Trails in Bad Gastein, das zweite Highlight für mich.

Angekommen in Söll sind Lana und ich erstmal in unser Domizil gezogen. Der Bio Bauernhof Knolln von Fellow Trail Coach Andi. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich bin verrückt nach Baby Tieren. Billy und Bob waren im Juni noch Mini Kater und ziemlich schüchtern, aber jetzt schon ziemlich fordernd was Streicheleinheiten betrifft. Im Sommer hab ich hier auch Baby Kühe beäugt. Sooo niedlich. Hasen und Shetland Pony gibts hier auch. Ok, zurück zur Tour de Tirol… 🙂

Irgendwie sieht Bob immer noch nach Baby Kater aus…

Der Söller Zehner| In drei knackigen Runden um Söll

Wie der Name schon sagt: ein 10km Lauf mit nur 249hm. Mitten im Dorfzentrum ging es los, vorbei an Wiesen durch ein kurzes Waldstück, an Weiden vorbei und zurück ins Dorf. Kein typischer Trailrun eher ein schöner Abendlauf (Start war um 17:30) halb auf Asphalt, halb auf trailigen Untergründen. Schön für Wettkampf-Laufanfänger zum Reinschnuppern. Denn schwierig bzw. technisch waren die Trailabschnitte nicht.

Mit den Munich Mountain Girls und der Tourismus Region Wilder Kaiser haben wir 3 Straßenläuferinnen über 4 Monate zu Trailrunnerinnen gecoacht: die Wild Trail Girls. Das ganze Projekt findet ihr hier. Aus gesundheitlichen Gründen konnte am Ende nur Lana mitlaufen.

Trailrunning Tour de Tirol kann losgehen. Nach dem Start hat sich das Feld schnell auseinander gezogen und es gab kein wildes Geschubse oder Gedränge. Ich bin neben Lana gelaufen und hab sie mit Renn Infos versorgt. Wir sind das Rennen schnell angegangen um vor dem ersten Waldstück niemanden vor uns zu haben der den kurzen Single Trail blockiert. Das letzte Stück bergab sind wir dann ziemlich schnell gerannt (4:15 pace) bevor es in die zweite Runde ging. Ich muss sagen ich war etwas verwundert das Lana so wortkarg war. Ich hab sie dann versucht aufzumuntern und bekam ein etwas unfreundliches „Ich bin nicht Lana“ zu Antwort. Oh je, ich bin also fast 4km neben einem fremden Mädel gelaufen und hab sie voll getextet. Weia… Das ist mir wirklich noch nie passiert… 🙂 Dir..?

Leider habe ich Lana dann auch nicht wieder gefunden, sondern erst wieder im Ziel angetroffen. Die letzen zwei Runden und die Zielschleife zum Festzelt gingen dann schnell vorbei. Der Lauf hat trotzdem total Spaß gemacht und die frischen Socken die es von JOL Sport als Finisher Geschenk gab wurden direkt über den kalten Füße gestülpt.

Trailrunning Tour de Tirol, Söller Zehner
Chris und Schritti waren auch dabei…

Das einzige Manko: die Zielverpflegung. Banane und Co, waren da und auch schon weihnachtliche Lebkuchen, aber schade das es nur Speckbrote gab. Da hatten Vegetarier komplett verloren. Ich habe in den letzten Jahren kaum Fleisch gegessen und verzichte erst seit ein paar Monaten komplett auf Wurst und Fleisch. Deswegen: eine Käsesemmel wäre schon schön gewesen. Dafür gab es am Abend im Postwirt ein vegetarisches Schlutzkrapfen Tris.

Der Kaiser Marathon| Kein Kaiserwetter, kein Ziel

Nach dem Söller Zehner fing es an zu schütten und für mich war endgültig klar das ich den Kaisermarathon nicht mitlaufen werden. Auch wenn ich viel in den Bergen laufen war, waren die letzten langen Strecken meine Tour durchs Karwendel und ich wollte den Pölven Trail am Sonntag nicht mit Hängen und Würgen durchstehen. Das schlechte Wetter was vorausgesagt war kam auch und der Startschuss erfolgte bei Regen. Der Kaisermarathon, einer der schönsten und größten Bergmarathons in Österreich, fiel quasi ins Wasser. Für mich kann ich nur sagen: alles richtig gemacht.

Lana und ich sind natürlich trotzdem zum Start und haben die Läufer angefeuert. Dick eingemummelt, denn neben dem Regen war es auch ordentlich windig und kalt. Mit der Bergbahn ging es später zum Hexenwasser in Hochsöll, wo die Athleten bei KM 34 vorbei kamen. Hier mussten wir dann auch erfahren das das Rennen hier abgebrochen wird. Die Athleten kämpften mit Wind und Wetter und schieden nacheinander aus. Es war zu kalt, die Athleten durchnässt und das Ziel die Hohe Salve auf 1829m zu riskant.

Sicht vom Hexenwasser zu Hohen Salve

Wir sind natürlich trotzdem auf den Gipfel gefahren um uns ein Bild von der Lage zu machen. Es hat gestürmt, geschüttet, kaum Sicht und es war saukalt. Der Rennabbruch war die einzig richtige Entscheidung die man treffen konnte auch wenn es Renndirektor Martin Kaindl nicht leicht fiel, wie er mir am nächsten Tag versicherte. Manchmal muss man Läufer einfach vor sich selbst und dem eigenen Ehrgeiz schützen. Die Gesundheit und Sicherheit geht vor und als Renndirektor muss man zum Schutz der Athleten handeln.

Lieber Kaiser Marathon, ich hab noch eine Rechnung mit dir offen. Wir sehen uns 2020!

Lob: Wahnsinn wie schnell nach der Entscheidung das Ziel umgebaut wurde und Verpflegung sowie Wechselkleidung vom Gipfel zur Mittelstation gebracht wurden. Großes Lob an die vielen Helfer!!!

Sicht gleich NULL auf der Hohen Salve.

Der Pölven Trail| Ich dachte es waren nur 23km

Danke Wettergott. Nachdem es am Vortag geschüttet hatte, war ich richtig froh das das Wetter für Sonntag gut aussah. Um 9:00 ging es los und wir sind mit gut 500 weiteren Läufern aufgebrochen.

Trailrunning Tour de Tirol, Pölven Trail
Ob es wohl schlau war weiße Socken anzuziehen…? Hmmm…

Die Trails waren dank des vielen Regens matschig und rutschig… Die erste knackige Steigung ging ZickZack im Gänsemarsch nach oben. An Laufen war nicht zu denken, Speedhiking war die Wahl des Vorankommens. Wunderschön war das Stück vorbei am Wasserfall in Bad Häring bei Kilometer 8.

Trailrunning Tour de Tirol, Pölven Trail
Übrigens: hier ist Baden erlaubt… Leider war beim Rennen keine Zeit dafür.

Der große Anstieg zum Juffinger Jöchl auf 1.181m war richtig hart. Schön war die Strecke durch den Wald. Ich war bergauf etwas abgelenkt und habe mal wieder nach Pilzen Ausschau gehalten. Bergab musste ich langsam machen. Ich bin zuvor schon 2x umgeknickt und bei dem schlammigen Wegen wollt ich nix riskieren. Dementsprechend haben mich dann auch viele Läufer überholt. Aber dann kam der steile Forstweg. Für die meisten Trailläufer der Horror, für mich perfekt um aufzuholen. Ich bin den steilen Weg hinab geflogen und habe x Läufer wieder eingesammelt… 🙂 WhoopWhoop

Trailrunning Tour de Tirol, Pölven Trail
Ein Selfie ging dann doch noch… 🙂

Das letzte Stück hat sich dann etwas gezogen und irgendwie wollte das Rennen gar nicht aufhören. Zwischenzeitlich hab ich dann an meiner Uhr gezweifelt, denn ich war schon bei 25km obwohl das Rennen nur 23km Lang sein sollte. Am Ende kamen wir mit knapp 27km ins Ziel. Grund: es gab wohl eine Streckenänderung weil ein Bauer eine Genehmigung zurück gezogen hat. Da hat jemand beim Race Briefing wohl nicht aufgepasst… 🙂

Trailrunning Tour de Tirol, Pölven Trail. Endlich im Ziel

Wir sind zusammen durchs Ziel. Lana mit Hüftschmerzen, ich mit Knöchelschmerzen. Egal. Wir habens geschafft und es war ein toller Renntag. Wirhaben gefeiert, die Zuschauer gejubelt. Nicht nur im Ziel, auch auf der Strecke, teilweise mitten im Wald standen Jubler.

Zielverpflegung: diesmal hatte ich nix zu motzen. Neben Speckbrot gab es heute auch Käsesemmeln, Kuchen und Apfelstrudel. Zum Aufwärmen Gemüsebrühe und Tee. Heute keine Finisher Weißbier. Zu kalt… Perfekt für das Wetter war dann das Finnischer Geschenk: eine graue Mütze.

Fazit| Ich wiederhole mich

Trailrunning Tour de Tirol war ein voller Erfolg. Das Wochenende in Söll am Wilden Kaiser großartig. Aber wie gesagt der Kaisermarathon steht noch auf der Liste. Bleibt nur noch zu sagen: ich freu mich auf die Tour de Tirol 2020.

Jetzt geht es erstmal auf die Couch zur passiven Regeneration. Mit dabei die ist Recovery Pro Tight von CEP um dem Muskelkater die rote Karte zu zeige. Es dauert zwar einen Moment bis man die Tight angezogen hat, aber Kompressions Tights sind eben nicht baggy. 🙂 Einmal drin schmiegt sich die Tight super angenehm an und hält zudem schön warm. Die millimetergenau definierte medi compression sorgt mit idealen Druckverlauf für eine bessere Durchblutung. Gute Durchblutung + Wärme = schnellere Regeneration der Muskeln. Dann kann ich einen Tag nach dem Rennen auch direkt wieder zur aktiven Regeneration übergehen und ein paar Kilometer laufen. Und das mit definitiv leichteren Beinen als am Tag zuvor. Yeah.

Wenn du noch Fragen zur Tour de Tirol oder dem Wilden Kaiser oder Trails in der Gegend hast, schreib mir gern.

Danke Wilder Kaiser für die Einladung und das schöne Wochenende im Tirol. Danke Tour de Tirol für die Startplätze und zwei tolle Rennen. Danke adidas Terrex, Julbo und CEP für die Ausstattung.

Die Bilder vom Pölven Trail sind von Sportograf. Für die Bilder vom Söller Zehner war ich zu geizig… 🙂

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