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Vegane Süßkartoffel Gnocchi

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Süßkartoffeln habe ich 2008 für mich entdeckt als nach Melbourne gezogen bin. Meinen ersten Kontakt mit der orangenen Knolle hatte ich als es Süßkartoffelbrei als Beilage gab. Boah, war ich begeistert. Seit dem sah ich überall Süßkartoffeln: gegrillt, gefüllt in einer Spud Bar, als Pommes zum Burger etc. Ich war total begeistert… Warum hatte ich Süßkartoffeln noch nie in Deutschland gesehen? Es war damals wohl einfach noch nicht an der Zeit Linda und Sieglinde (u.a. Deutschlands beliebteste Kartoffelsorten) Konkurrenz zu machen. Inzwischen sind Süßkartoffeln in aller Munde und seitdem in Corona Zeiten alle mehr Zeit haben, nicht nur Saucen zu kochen, sondern auch Nudeln und Co. komplett selbst zu machen, kommt mein Süßkartoffel Gnocchi Rezept gerade recht. Das Ur-Rezept (damals noch nicht vegan) ist allerdings von Maddy, meiner ersten Mitbewohnerin in Melbourne 🙂

Warum eigentlich Süßkartoffeln essen?
Süßkartoffeln heißen übrigens Bataten, sehen ähnlich aus wie Kartoffeln und werden auch so zubereitet. Obwohl Süßkartoffeln viel mehr Stärke und etwa dreimal so viel Zucker wie klassische Kartoffeln haben, lassen sie den Blutzuckerspiegel (Glykämische Index) nur sehr langsam ansteigen. Das heißt sie machen dich lange satt. Außerdem enthalten sie wenig Fett, dafür aber viele Vitamine (z.B: A und E) und Mineralstoffe wie Kalium.

Jetzt aber zum Süßkartoffel Gnocchi Rezept:

Zutaten für 2:

  • 1 große Süßkartoffel (650 g)
  • 2-3 EL Hefeflocken
  • ½ TL Salz
  • ¼ TL Paprikapulver
  • ¼ TL geriebene Muskatnuss
  • 150 g Dinkelmehl plus etwas extra für die Fläche
  • 25 g Speisestärke

So geht’s:

  • Süßkartoffel waschen und mehrfach mit der Gabel einstecken. Küchentuch anfeuchten und um die Kartoffel wickeln.
  • Auf höchster Stufe 5 Minuten in die Mikrowelle garen. Umdrehen (vorsicht heiß) und noch mal 5 Minuten garen. Bei kleineren Süßkartoffel, reichen auch insgesamt 8 Minuten.
  • Die Kartoffel sollte nun schon schön weich sein und es sollte aus der Mikrowelle duften.
  • Süßkartoffel halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel raus kratzen.
Danke an Heidi von Einfach mal einfach für den Mikrowellen Tipp.
  • Nun mit dem Kartoffelstampfer schön sämig stampfen damit keine groben Fasern oder Stücke übrig bleiben.
  • Mehl mit Hefeflocken, Salz, Muskat und Paprikapulver mischen und nach und nach unter die gestampften Süßkartoffeln mischen
  • Nicht zu lange mischen, dann wird der Teig wieder zu weich und und brauchst mehr Mehl.
    -> Mehr Mehl bedeutet, das die Gnocchi nicht so fluffig werden.
  • Teig auf bemehlter Fläche zu einem Laib formen und vierteln. Daraus 4 fingerdicke Rollen formen und mit einem Messer vorsichtig 2 cm große Stücke abschneiden. Das Messer vorher ebenfalls einmehlen.
  • Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und gut salzen. Gnocchi in siedendes Wasser geben bis sie oben schwimmen. Abschöpfen

Nun kannst du die Gnocchi direkt unter eine Sauce mischen oder du brätst sie noch in Ölivenöl knusprig an. Ich bevorzuge letzteres. Dazu einfach pflanzliche Butter, vegane Bratcreme oder Olivenöl erhitzen und die Süßkartoffel Gnocchi anbraten bis sie Farbe bekommen.

Sauce

Zu den Gnocchi passen viel verschiedene Saucen sehr gut. Meine Liebe gehört einer cremigen Sauce aus Pesto oder mit gemischten Pilzen. Was ich nicht besonders mag ist Tomatensauce oder scharfe Saucen. Mit hauptsächlich Tomaten wird das Gericht mir gefühlt zu süß und Schärfe zerstört den feinen Geschmack der Süßkartoffel. Toll sind die Gnocchi aber auch „ohne“ Sauce mit bunten angebratenem Gemüse oder ganz schlicht mit Salbei Butter.

Zutaten für 2:

  • 3-4 EL Pesto nach Wahl, z.B. mein Bärlauchpesto
  • 200 ml Hafermilch
  • 1 EL Speisestärke
  • Veganer Parmesan oder Hefeflocken
  • Salz, Pfeffer

So einfach & schnell geht’s:

  • Die Hafermilch (bis auf 2 EL) erhitzen
  • Das Pesto einrühren
  • Speisestärke mit der restlichen Hafermilch glatt rühren und unter die Pestomilch rühren
  • aufkochen und leicht eindicken lassen
  • Je nach „Stärke“ des Pesto etwas mehr nehmen, salzen und Pfeffern
  • Sauce über Gnocchi geben und mit veganem Parmesan bestreuen.

Eine Sache noch:
Gnocchi gehen nicht von jetzt auf gleich. Eine gute Stunde solltest du schon einplanen. OK, ich habe noch eine zweite Sache: Gnocchi machen bedeutet Sauerei und verklebte Finger, Arbeitsplatte, Bretter, einfach alles… Hihi, aber es lohnt sich. Der Leckerness Faktor ist hoch.

Danke an Bambusbrett für das schöne Schneidebrett. Die minimalistisch designten und nachhaltigen Bretter aus hochwertigem Bambus, werden in der Holzwerkstatt ProNova in München hergestellt. Also: schick, nachhaltig und lokal produziert. Eine rundherum feine Sache finde ich.

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