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Gradonna Mountain Resort | Kals

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Der Herbst neigte sich dem Ende zu, die Wandersaison war fast vorbei und die Hotels gingen bald in ihre verdiente Pre-Winter-Pause. Die perfekte Zeit also, noch einmal in den Urlaub zu fahren. “Lass uns spontan eine Woche wegfahren, solange das Wetter noch so schön ist.” Leider hatten diese Idee viele Bergliebende und Wellness-Suchende, denn die wenigen Hotels, die für Veganer infrage kommen, waren bereits ausgebucht, hatten schon geschlossen oder noch gar nicht geöffnet. Die üblichen Portale wie Vegan Welcome oder Veggie Hotels konnten uns nicht weiterhelfen, und so gab ich etwas unmotiviert “last minute vegan” in die Suchmaschine ein. Ich landete bei TUI und war überrascht, dass es dort den Filter “vegan” gab. So erschiene auf einmal unzählige Hotels, von denen ich noch nicht gehört hatte. Ein paar E-Mails später, und der wiederholten Nachfrage, ob vegane Kost tatsächlich möglich ist, war das Gradonna Mountain Resort gebucht und wir eine Woche später auf dem Weg nach Kals.

Urlaub in Kals | Hohe Tauern Nationalpark

Die sechs Tage im Gradonna Mountain Resort sollten nicht nur der Entspannung und Erholung dienen. Ich war noch nie im Hohe Tauern Nationalpark und den Grossglockner kannte ich nur von Bildern. Ich wollte die Gegend erkunden und ich muss sagen, dafür war das Gradonna der perfekte Ausgangspunkt. So viele Trails für Läufer*innen und Biker*innen, Wanderwege und Straßen für Rennradler*innen. Dazu gab es Seen, den Kalserbach und den Lesachbach zum Baden bzw. zum Eisbaden – ich hatte meinen Outdoor-Heaven gefunden.

Dementsprechend häufig waren wir in den nächsten Tagen in den Bergen unterwegs. Los ging es natürlich mit Trailrunning und nach dem Checken der Schneelage führte mich mein erster Ausflug auf den Blauspitz (2.575 m). Hier findest du den ausführlichen Bericht zum wunderschönen Blauspitz Trail. An den anderen Tagen waren wir Wandern und Biken. Mehr dazu findest du im unteren Teil des Artikels.

Wohnen im Gradonna

Gemütlichkeit, Wärme, Heimeligkeit. Diese drei Worte kamen mir direkt in den Sinn, als ich unser Zimmer betrat. Naturmaterialien wie Zirbenholz und Loden bestimmen die Einrichtung. Und das sah ich nicht nur, ich konnte den herb-hölzernen, fast zitronigen Geruch der Zirbe riechen. Dementsprechend wohl haben wir uns in unserem 30 qm großen Doppelzimmer Klassik gefühlt und dazu auch noch himmlisch geschlafen. Besonders schön ist das gemütliche Daybed, das großzügig in die Fensterfront eingearbeitet wurde. Auch wenn du von allen Zimmern deinen Blick über die Osttiroler Berge schweifen lassen kannst, bieten die Turm-Suiten ein besonderes Extra: die eigene Panoramaterasse.

Wenn du mit deiner Familie oder einer kleineren Gruppe unterwegs bist, eignen sich die luxeriösen Chalets, die bis zu acht Personen Platz bieten. Hier vereinen sich dein persönlicher Freiraum mit allen Annehmlichkeiten eines Hotels.

Nachhaltigkeit
Auf dem Weg ins Gradonna mussten wir unsere Augen anstrengen, um das Hotel zu entdecken, so diskret wurde es in der Landschaft versteckt. Außen verkleidet mit Lärchenholz Schindeln, innen mit Fichtenholz ausgestattet und die Schlafzimmer mit dem bereits erwähntem Zirbenholz realisiert. So sieht zeitgemäße Archtitektur im Alpenraum aus.

Auch andere Materialien stammen aus der Region. Zum Beispiel Kalser Marmor, der in den Bädern und im Wellnesbereich Verwendung findet. Gleiches gilt für die Granitplatten anstatt Tischwäsche. Weitere nachhaltige Konzepte:

  • Vollkommen CO2-neutrale Heizung mit hauseigener 1.500 kW Bioheizanlage (Hackschnitzel)
  • Nutzen der Abwärme der Kältetechnik zum Beheizen der Schwimmbäder
  • Einsatz von nachhaltig zertifizierten Putzmitteln

So hat das Gradonna ****s Mountain Resort den Green Luxury Award 2014 und die Auszeichnung Europe’s Leading Green Resort 2015, eines der international begehrtesten Tourismuspreise, erhalten.

Kulinarik im Gradonna

Wer viel unterwegs ist, sollte richtig gut und vollwertig essen. Und das konnten wir im Gradonna Mountain Resort von morgens bis abends.

Frühstück
Ohne Kaffee am Morgen geht bei mir nichts. Die Kaffeespezialtäten konnte ich mit Soja- oder Hafermilch bestellen, ebenso die warmen Frühstücksgerichte wie Polenta oder Porridge. Das Buffet bot eine riesige Auswahl an Broten (auch glutenfrei) und Backwaren. Die veganen Aufstriche waren abwechslungsreich und gut gekennzeichnet. Unglücklicherweise haben wir den veganen Käse erst am dritten Tag entdeckt, da er etwas versteckt im umfangreichen Käsebuffet lag. Für diejenigen, die besonders früh in die Berge aufbrechen wollen, gibt es ein spezielles Sportlerfrühstück.

Jause
WOW! Es gab sehr viele leckere Gerichte, wie z.B. Nudeln mit veganer Linsenbolognese, Kartoffeleintopf mit Räuchertofu etc. Etwas seltsam war allerdings zu beobachten, wie negativ viele Gäste die veganen Speisen kommentierten, ohne überhaupt probiert zu haben. Da frage ich mich wirklich, was diese Leute denken, was in einem 4*s Resort aufgetischt wird …? Alles hat sehr, sehr gut geschmeckt. Darüber hinaus gab es jeden Tag andere vegane Kuchen (auch glutenfrei) und Desserts.

Dinner
Im Gradonna wird mit regionalen und hochwertigen Zutaten, zum Teil auf Haubennivenau, gekocht. Die Wild- und Kulturkräuter wachsen direkt am Hotel und das schmeckt man. Ob Osttiroler Spezialitäten oder mediterrane Einflüsse, die Küche hat ihr Versprechen gehalten: Genuss pur. Ein großes Plus war, dass auf eine vollwertige vegane Ernährung geachtet wurde. Das heißt zum Beispiel, dass es jeden Tag ausreichend Proteine gab und wir nicht auf die, für alle Fälle mitgenommenen, Proteinshakes und -riegel zurückgreifen mussten.

Jeden Abend gab es ein kreatives 5-Gang-Menu. Nachfolgend findest du eine Auswahl der unterschiedlichen Gerichte.

  • Auswahl an bunten Salaten vom Buffet

    Suppen:
  • Gemüseconsommé mit Kirschtomate und Wurzelgemüse
  • Französische Zwiebelsuppe mit veganem Käsecrouton
  • Karfiolcremesuppe mit Schüttelbrot und Camelinaöl

    Vorspeisen:
  • Spaghetti mit wildem Broccoli, Kirschtomaten, Pinienkerne und Gemüsepesto
  • Gegrillte Avocado auf Tomaten-Basilikumragout mit kaltgepresstem Olivenöl und hausgebackener Olivenfocaccia
  • Marinierter Kohlrabicarpaccio mit Ratatouillesalat, Aioli, geröstete Sonnenblumenkerne und Sprossen

    Hauptgerichte:
  • Gebackenes Gemüse und Pilze mit Blattspinat, Dampfkartoffeln, Kräuterdip und Wildkräutersalat mit Kernen
  • Pikantes Gemüsecurry mit Basmatireis, gegrillter Ananas, marinierter Räuchertofu und hausgebackenes Pfannenbrot
  • Knuspriges Pilzgröstl mit frischen Kräutern, Zuckermais und Grilltomate

    Desserts:
  • Mangosalat mit Schokolade und Zitronensorbet
  • Schokofondue mit Beeren, Früchte und Waffeln
  • Mandeltörtchen mit frischen Früchten und Apfelsorbet

Neben vegetarischer und veganer Küche werden auch Gäste verwöhnt, die eine glutenfreie oder laktosefreie Ernährung bevorzugen. Leitungswasser trinken ist übrigens unbedingt erwünscht, denn aus der Wasserleitung fließt kristallklares, frisches und naturreines Bergquellwasser aus der eigenen Gradonna-Quelle, die dem Felsen des Blauspitz entspringt

Wellness und Beauty im Gradonna

Auch wenn wir keine Beautyanwendungen in Anspruch genommen haben, möchte ich die veganen Kosmetikprodukte, die verwendet werden, erwähnen. Die hauseigene, alpine Kosmetikreihe Magdalena’s made in Tyrol, vereint altbewährtes Kräuterwissen und Kräuterrezepte mit pharmazeutischem Knowhow. Alle Heilpflanzen stammen aus Tirol wie z.B. Schafgarbe, Arnika oder gelber Enzian. Neben Gesichtsbehandlungen werden verschiedene Massagen, Faszien-Behandlungen oder Körperpeelings angeboten.

Die Saunalandschaft ist großzügig angelegt und bietet ein großes Aromadampfbad (45 °C), Soledampfbad (45 °C), Finnische Saunen (80 / 90 °C), Liege- und Ruheräume mit Relax-Liegen und Wasserbetten. Neben all dem Lob gibt es ein kleines Manko. Auch wenn die Saunalandschaft sogenannte Frischluftflächen bietet, verharrt der Blick auf Stein- und Holzskulpturen und kann nicht beim Saunieren in die Ferne schweifen. Nur der Außenbereich bietet einen traumhaften Panoramablick.

Der Indoorpool im Saunabereich (30 °C) ist mit 9 x 3 m klein, aber ausreichend. Das Hallenbecken (1,37 m Tiefe) ist mit 18 x 6 m großzügiger angelegt. Das beheizte Außenbecken (ca. 34 °C) mit 10 x 5 m (1,37 m Tiefe) lädt zum Verweilen ein. Besonders angetan hat es uns der ca. 700 m² Naturbadeteich. Im Spätherbst waren wir allerdings die einzigen Gäste, die sich in das kalte Wasser getraut haben. Eisbaden könnte nicht schöner sein.

Sport im Gradonna

Müsste ich dir das Angebot erzählen, anstatt es niederzuschreiben, müsste ich jetzt richtig tief Luft holen, denn das Sport- und Freizeitangebot ist riesengroß.

  • Yoga (outdoor oder im Panorama-Raum)
  • Fitnesscenter mit Technogym-Geräten, mit Panoramablick
  • Kurse (BBP, Wirbelsäulengymnastik, Stretching etc.) in der Gruppe oder Personal Training
  • Boulderhalle nicht nur für die kleinen Gäste
  • Herz-Meditationen für Innere Balance
  • Mountainbiken (Schnuppertour oder Panoramatouren im Nationalpark), E-Bike Verleih
  • Geführte Wanderungen, Nordic Walking und Crossläufe
  • Schneeschuhwandern, Rodeln und Winterwanderungen direkt am Resort
  • Skitouren mit staatlich geprüften Kalser Bergführern, Equipment Verleih
  • Bogenschießen
  • etc.

Nachdem ich zu Beginn unseres Aufenthaltes beim Trailrunning war, brachen wir am zweiten Tag zum Wandern auf. Es ging grob in Richtung Blauspitz und dieses Mal stoppten wir auf der Glocknerblick-Alm um die Aussicht und die warme Herbstsonne zu genießen. Vorbei an der Bergstation des Blauspitz ging es weiter auf die Kalser Höhe (2.434 m).

Kein Ausflug in die Berge ohne meine geliebtes Focus E-MTB Raven2. Nachdem sich mein Freund ein E-MTB im Gradonna geliehen hatte (es passt leider nur ein Bike in mein Auto), fuhren wir auf Empfehlung des Hotels durch das Lesachtal, dann an der Isel entlang nach Matrei und aufs Kals-Matreier-Törl (2.207 m). Leider hatte das Kals-Matreier-Törl-Haus zu dieser Jahreszeit schon geschlossen. Aber dafür waren wir die einzigen Besucher und genossen den ruhigen Nachmittag.

Am vierten Tag war es dann so weit und der Grossglockner (3.798 m) wollte aus nächster Nähe erkundet werden. Wir fuhren ins Ködnitztal und wanderten am Ködnitzbach zur Lucknerhütte (2.241 m). Hier war es trotz der geschlossenen Hütte nicht ganz so einsam, was aber bei dem atemberaubenden Blick auf den Grossglockner verständlich ist.

Weitere wissenswerte Informationen zum Gradonna ****s Mountain Resort

  • Hotel: 121 großzügige Doppelzimmer, Juniorsuiten und luxuriöse Turm-Suiten mit Relax-Zonen
  • Chalets: 41 Chalets für je 4 bis 8 Personen von 80 qm – 250 qm inkl. Kulinarik-Service
  • Gradonna-Rucksack im Zimmer zur freien Benutzung
  • Sämtliche Zimmer und Chalets verfügen über allergikergerechte Kissen und Decken
  • Ladestationen für Ihr Elektroauto. Für die getankte Energie werden € 0,30 pro kWH verrechnet
  • Skiraum mit Wachsmöglichkeit für Langlaufausrüstung: Wachstisch bzw. Wachsbock, Bügeleisen, Stromanschluss, Ausbesserungsstift, Klinge, Bürste, Schraubenzieher
  • Skibus hält zu festgelegten Zeiten direkt vor dem Hoteleingang
  • Fahrradraum mit Werkzeugen und Steckdosen
  • Tagungs- und Seminarhotel für Kleinstgruppen bis zu über 400 Personen
  • Adresse: Gradonna 1, 9981 Kals am Großglockner, Österreich /// Telefon: +43 4876 82000
  • www.gradonna.at /// info@gradonna.at

Mein Fazit

Kurz und knapp: ich würde jederzeit wiederkommen! Für Veganer kann Urlaub in Stress ausarten, wenn nicht alles funktioniert, wie es versprochen wurde. Nicht nur einmal musste ich diese Erfahrung bereits sammeln. Im Gradonna Mountain Resort hat alles perfekt geklappt und uns wurde jeder Wunsch erfüllt. Dazu kommen die unfassbar schöne Lage des Resorts, die nachhaltiges Ausrichtung des Hotels und natürlich Sport- und Wellness-Angebote, die keine Wünsche offen lassen.

Wenn du Fragen zum Gradonna ****s Mountain Resort hast schreibe mir gerne.

Bildnachweis:
Julia Topp & Stefan Tiedtke

Disclaimer
Für den Aufenthalt im Gradonna Mountain Resort sind wir selbst aufgekommen.
Der Artikel spiegelt unsere subjektive Wahrnehmung wieder.

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