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Explorer Hotel Garmisch

Der Beitrag „Explorer Hotel Garmisch“ enthält unbezahlte Werbung.

Die Explorer Hotels sind mir schon des Öfteren aufgefallen, wenn ich den Bergen unterwegs war. Das erste Mal in Oberstdorf, das zweite Mal in Bad Kleinkirchheim. Ich wusste aber nicht viel über die Hotel-Kette und dachte sogar erst, dass es sich um moderne und fancy Hostels handeln würde. Dementsprechend neugierig war ich, als das neue Explorer Hotel in Farchant bei Garmisch, also in nächster Nähe, eröffnete.

Ankommen im Explorer Hotel

Nach der kurzen Fahrt nach Farchant, machte ich es mir mit Kaffee, Breze und Laptop in der Lounge gemütlich. Mit schnellem WLAN und Blick auf die Zugspitze, klappte ich meinen Laptop auf. Am Donnerstagmittag waren außer mir noch keine weiteren Reisejournalisten und Blogger vor Ort und so nutzte ich die Zeit, um noch eine wenig zu arbeiten. Nach den ersten Minuten war ich mir sicher, für eine Workation sind die Explorer Hotels bestens geeignet. Ich bevorzuge etwas Trubel zum Arbeiten, wer absolute Ruhe braucht, findet im Zimmer ein Panoramfenster mit Tisch.

Das „Basislager für sportliche Alpen-Entdecker“

So nennen die beiden Gründer Katja Leveringhaus & Jürnjakob Reisigl ihre Hotels. Und ich finde, Basislager trifft es perfekt, denn die Hotels bieten alles an Basisausstattung, was aktive Menschen benötigen. Dementsprechend sich Zimmer, Ausstattung, Verpflegung, Preise und Extras gestaltet.

Sportlich, trendig, unkompliziert und nachhaltig
Schon ab € 49,80 pro Person mit Frühstücksbuffet kannst du im Explorer übernachten. Das ist ein großartiger Preis und ganz ehrlich, was brauchen wir schon alles, wenn wir eh die meiste Zeit am Berg verbringen? Hier geht es ganz klar nicht darum, ein einzigartiges Hotelerlebnis zu schaffen. Das Erlebnis sind die Berge und die Region. Anstatt einmal kurz in den teuren Urlaub zu fahren, komme liebe öfter und Länger ins Explorer Basislager.

Wohnen und Wohlfühlen im Explorer

Die 100 Hotelzimmer sind mit 21 m² alle gleich groß. Einige Zimmer können allerdings mit einer Verbindungstür zum Familienzimmer umgewandelt werden.

Die Zimmer
Ohne einen Klassischen Schrank findest du mit Regalen und einer Bank viel Stauraum und Ablageflächen. Was mir direkt auffällt, sind die vielen Haken. Ich habe immer ein Problem meine nassen Sportklamotten aufzuhängen und stapele meistens über Handtüchern, mit dem Ergebnis das ich Sport-BH oft am Boden wiederfinde.

Trotz des sehr guten Preises sollst du dich natürlich in deinem Zimmer wohlfühlen. Die Zimmer sind hell und freundlich mit natürlichem Holz und grünem Loden gestaltet. Der Teppich im Schlafbereich und die Beklebungen auf den Regalen wurden von Ski- und Reifenspuren inspiriert. Das Bett ist sehr gemütlich und ich habe himmlisch geschlafen. Die 7-Zonen Kaltschaummatratzen sind besonders für Allergiker geeignet und haben den Härtegrad 3. Das Bad ist sehr großzügig und bietet ebenfalls viel Stauraum, inklusive Föhn und 3in1 Shampoo, Duschgel und Handseife in einer Tube. Einen eigenen Balkon hast du nicht, es gibt aber eine Tür, die zu einem engen Umlauf führt. Ich bezweifle zwar, dass hier Gäste tatsächlich hin und her laufen, aber die Gefahr besteht, dass jemand einen Blick auf dich wirft, wenn du nackert aus der Dusche kommst.

Bereits erwähnt habe ich die Sitzbank mit Tisch im Panoramafenster, die sich gut zum Arbeiten eignet. Steckdosen gibt es übrigens auch in Hülle und Fülle.

Einziger Kritikpunkt: die Besucher-Ritze. Was für Freundinnen und Kumpels passt, ist für Pärchen, die gerne aneinander gekuschelt schlafen, nicht optimal.

Tipp: die Bettschublade. Ausziehen und Geld sparen, wenn ihr zu dritt unterwegs seid.

Nachhaltigkeit
Die Explorer Hotels sind die ersten zertifizierten Passivhaus-Hotels Europas. Ihr habt den Begriff Passivhaus, genau wie ich, bestimmt schon gehört, aber was steckt genau dahinter?

„Die Bauweise eines Passivhaus-Hotels ist besonders klimaneutral und nachhaltig, denn dieses Hotel benötigt aufgrund seiner guten Isolierung und guten Wärmedämmung extrem wenig Heizenergie. Der Wärmebedarf wird bei uns größtenteils aus „passiven“ Quellen gedeckt, wie z.B. Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen und technischen Geräten. Das senkt den Energieverbrauch und schafft eine behagliche Temperatur. Jetzt fragst du dich bestimmt, wie genau schaut es mit der Nachhaltigkeit bei der Energiegewinnung aus? Dafür wird ein Mix verschiedener Energiequellen eingesetzt und somit ein Maximum an regenerativen Energien wie Biogas und Strom verwendet. Auch wird der Strombedarf mittels eigener Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach gedeckt. Im Vergleich zu anderen Hotels gleicher Größe sparen die Explorer Hotels somit:
bis zu 70 % Gesamtenergie, bis zu 85 % Heizenergie und bis zu 60 % Strom. Mithilfe dieser ökologischen Energiegewinnung wird dabei 100 % weniger CO₂-Ausstoß verursacht. Zusätzlich zur nachhaltigen Energiegewinnung bemühen wir uns um einen schonenden Energieverbrauch. LEDs, Energiesparlampen und Bewegungsmelder findest du im ganzen Gebäude.“

Eine kurze, aber anschauliche Erklärung, wie das Passivhaus-Hotel funktioniert, kam von Gründer Jürnjakob Reisigl: „Unsere Hotels sind wie Thermoskannen.“

Total logisch, wenn du dir überlegst, dass aus einer gut isolierten Thermoskanne keine Wärme entweichen und keine Kälte eindringen kann.

Hier erfährst noch mehr zum Nachhaltigen Übernachten in den Explorer Hotels und bekommst du Tipps für dein nachhaltiges Leben.

Kulinarik im Explorer

Wer viel unterwegs ist, sollte richtig gut und vollwertig essen. Für mich ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages und genauso sieht es auch das Explorer Hotel.

Schlemmen am Morgen.
Aus über 70 Komponenten kannst du dir dein Frühstück zusammenstellen. Als ich das erste Mal vor dem Buffet stand, kam es mir eher wie 700 Komponenten vor. Allein die Brotauswahl: Nusszopf oder Kuchen, Kaisersemmel, Körnersemmel, Laugensemmel, Brezen, Sportlerbrot, Älplerbrot, Saftvollkornbrot, Kürbiskernbrot, Holzofenbrot, Wasa Mehrkornbrot und Wasa Roggenbrot.

Ansonsten alles, was das Herz begehrt:

  • verschiedene Wurst- und Käsesorten, Quark, Frischkäse (natur und Kräuter), Obadzda/Liptauer
  • Haferflocken, Cornflakes, Smacks, Dinkelcrunch, Erbeer-Chia-Porridge und vieles mehr
  • Frische Kuhmilch, lactosefreie Milch, Soja-, Hafer- oder Mandelmilch, sowie 2 Sorten Joghurt (nicht vegan)
  • Säfte, verschiedene Obstsorten und ein fertiger Obstsalat
  • 12 Sorten Darbo Marmelade, Honig, Nutella
  • 4 vegane Austriche vin Zwergenwiese und Magerine
  • Cappucchino, Latte Macchiato, Espresso, Kakao, viele Teesorten

Für viele ist die Do-it-yourself-Eierbratstation, wo du Rühr-, Spiegelei oder Omeletts selbst zubereiten kannst, ein Highlight. Für mich natürlich nicht mehr, aber ich hatte Spaß, die freudig-Pfannen-schwingenden-Gäste zu beobachten.

Vier Ideen für vegane Optimierung:

  1. Die Kaffeemaschinen laufen nur mit Kuhmilch. Es gab zwar Soja und Hafermilch, aber keine Möglichkeit, die Milchalternativen zu erhitzen. Weder in der Küche noch mit einer Kanne auf den Herdplatten des Buffets. So musste ich meinen Kaffee lauwarm trinken.
  2. Nusszopf und Kuchen waren leider nicht vegan, dabei sind Rührkuchen wie Bananenbrot unfassbar einfach zu backen. Gerade bei Rührkuchen, wird niemand einen Unterschied merken, also warum nicht gleich vegan.
  3. Die Auswahl an veganen Aufstrichen ist toll. Viele vergessen, dass Veganer auch gerne etwas auf Brot legen, wie Omnivoren Käse und Wurst. Hier wäre ein regionaler Bio-Räuchertofu perfekt.
  4. Kennzeichnung von Produkten. Ist der Joghurt vegan, der Frischkäse, das Müsli? Kleine Schilder ersparen dem unfassbar freundlichen und hilfreichem Personal x-facheNachfragen.

Auf der Website stimmt mich der Satz „Natürlich denken wir auch an die Veganer unter euch und arbeiten bereits an tollen neuen Komponenten für das Frühstücksbuffet“ sehr freudig. Die Nachfrage steigt merklich und dass sich Gastronomen darauf einstellen ist natürlich auch im Zeichen der Nachhaltigkeit ein wichtiger Schritt.

Mittags und Abends
Nach dem Frühstück wird der Bereich zur Lounge. Kaffee und Brezeln bekommst du den ganzen Tag. Die Bar öffnet um 16:00 und bietet neben Smoothies und Drinks einige kleine Gerichte wie Sandwiches und Pizza und Pasta. Mit dem Chili sin Carne hat es ein veganes Gericht auf die Barkarte geschafft. Für den schnellen oder kleinen Hunger ist die Bar also perfekt, wer richtig aus. Essen gehen möchte, bekommt im Hotel viele Tipps für dei Umgebung. Denn auch die ansässigen Restaurants zu stärken und kein Geschäft wegzunehmen ist den Gründern ein großes Anliegen.

Wir waren an einem Abend im Sportstüberl nur wenige Meter neben dem Hotel gelegen. Auch wenn es hier keine veganen Gerichte gab, wurde mir eine sehr leckere Gemüse-Pasta frisch gekocht. Wenn ihr jetzt denkt, „na, toll Nudeln mit Tomatensauce, langweilig“, muss ich einschreiten. Hier lag es einfach am Können des Kochs aus einem einfachen Gericht ein großartiges und ganz und nicht langweiliges Gericht zu zaubern. Vielen Dank.

Wellness und Sport im Explorer

Auch was Wellness betrifft verfolgen die Explorer Hotel dasselbe Konzept wie bei den Restaurants. Fast jede Tourismus-Region hat ihre Therme, Saunen und Erlebnisbäder. Es gibt zwar ein Sport Spa mit Finnischer Sauna, Dampfbad, Infrarotkabine, Ruheraum sowie einem kleinen Gym mit Kraft- und Cardiogeräten im Hotel, wer richtig wellnessen möchte, darf auf das große Angebot außer Haus zugreifen.

Hier erfährst du mehr zum Ansatz der Explorer Hotels die Region zu unterstützen.

Zu den Sportmöglichkeiten muss ich nicht viel sagen. Die Explorer Hotel liegen alle in Bergregionen, die so gut wie jede Outdoor Sportart anbieten, Sommer wie Winter. #Mountainsarecalling

Dein Equipment kannst du nicht nur sicher im Sportraum im Untergeschoss verstauen. Für besonders teure Räder gibt es spezielle Sportboxen in der Lobby. Direkt daneben findest du eine Werkbank, wo du nach Belieben schrauben und basteln kannst.

Ich war natürlich auch schon vor meinem Besuch im Explorer Hotel in Farchant und Garmisch-Partenkirchen unterwegs. Hier findest du Tipps zum Trailrunning:

Garmisch: Kreuzeck und Osterfeldkopf
Farchant: Hoher Fricken Runde | Estergebirge

Die Camps – Gemeinsam unterwegs

Wenn du allein verreisen möchtest oder einfach Spaß einer größeren Gruppe haben möchtest, kann ich dir die Camps an Herz legen. Bei den Explorer Camps nehmen dich erfahrene Profis mit in die Berge rund um die Explorer Hotels und bringen dein Können auf’s nächste Level. Aktuell gibt es z.B. diese Camps für dich:

Freeridecamp im Ötztal
Langlaufcamp für Anfänger im Ötztal
Bikecamp mit den Bikeprofis vom MTB Racingteam rund um Weltmeister Simon Gegenheimer
Trailrunning Camp mit adidas TERREX Athlet Jojo Klein im Allgäu
und viel mehr…

Hier noch einmal alle Fakten

  • Erstes zertifiziertes Passivhaus-Hotel Europas
  • 100 identische 21 m² Design-Zimmer mit viel Stauraum und Ablageflächen
  • Sport Spa: Finnische Sauna, Dampfbad, Infrarotkabine, Ruheraum sowie Fitness mit Kraft- und Cardiogeräten
  • Bike und Ski Area mit abschließbarem Sportlocker, Werkbank, Waschplatz
  • Zweiter Fahrradraum im Keller
  • zwei Tagungsräume mit moderner Tagungstechnik für bis zu 180 Personen
  • Adresse: Frickenstraße 22, 82490 Farchant /// Telefon: +49 8821 6035990
  • www.explorer-hotels.com /// garmisch@explorer-hotels.com

Mein Fazit

Ich war schon nach drei Minuten überzeugt, als ich mit meinem Laptop im Panoramafenster saß und drei Tage später bin ich noch überzeugter. Der nachhaltige Weg und die regionale Verbundenheit sind weiter Aspekte, die in der heutigen Zeit für jedes Hotel selbstverständlich sein sollten. Der Begriff Basislager beschreibt die Explorer Hotels perfekt. Kein SchieSchie, aber alles, was du für deinen sportlichen Bergurlaub brauchst. Ich komme wieder, es gibt ja noch neun andere Explorer Hotels in denen ich noch nicht war.

Wenn du Fragen zu den Explorer Hotels hast, schreibe mir gerne.

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