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Jochberg zum Sonnenaufgang

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Der Wecker klingelt. Es ist 3:30 Uhr, kalt und stockfinster draußen. Stehe ich auf oder blieb ich lieber liegen? Aufstehen natürlich, sowas von. Und zwar voller Vorfreude auf das Jochberg Abenteuer zum Sonnenaufgang.

Los geht’s

Mein Lieblingsberg zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang schauen ist der Jochberg (1585 m). Ganz knapp gefolgt von der Rotwand. Warum, kann ich dir ganz einfachen sagen:

Jochberg mit Blick auf den Walchensee
  • du fährst je nach Verkehr nur 1 – 1:15 hrs von München aus
  • der Ausblick ist grandios -> 360° Blick
  • ob Wolkenmeer oder klare Sicht, der Jochberg lohnt immer
  • der Weg nach oben ist nur 3,4 km lang (nicht wie 2,7 km auf der Karte)
  • es gibt ein Aber: der Jochberg ist gut besucht, deswegen meide ich ihn am Wochenende

Christina und ich sind in München gegen 4:30 losgefahren. Komischerweise waren wir nicht müde. Weder auf der Fahrt, noch beim Fertigmachen auf dem Kesselberg Parkplatz. Die Freude auf den Sonnenaufgang und ein Bergerlebnis vor der Arbeit waren zu groß.

Auch wenn der kurze Weg nach oben nur 3,4 km lang ist, er ist ordentlich steil. Genau gesagt darfst du über 700 Höhenmeter überwinden. Per Speedhiking solltest du den Weg allerdings locker in einer Stunde geschafft haben. Mit gemütlichem Wandern und Fotostops etwa eine Stunde und 30 Minuten.

Der Weg ist voller Wurzeln aber nicht technisch schwierig. Stöcke sind trotzdem von Vorteil, um Kraft zu sparen und für den Rückweg, falls du dich für den etwas längeren Rundweg über die Alm entscheidest.

Wir waren etwa 15 Minuten vor der offiziellen Sonnenaufgangszeit auf dem Gipfel. Wie sich herausstellte, gab es an diesem Morgen nur ein leichtes Glimmen und keinen Sonnenaufgang. Für den nächsten Besuch haben wir uns vorgenommen, noch früher auf dem Gipfel zu sein, denn wenn die Wetterbedingungen stimmen, ist das Vorspiel vor dem Sonnenaufgangs noch sehr viel schöner. Hier lohnt es sich, 30-45 Minuten vor den angegebenen Zeit vor Ort zu sein.

Denk daran, Wechselkleidung und eine Windjacke mitzunehmen, denn du wirst eine Stunde auf dem Gipfel sein. Auch im Sommer ist es vor Sonnenaufgang richtig frisch. Hier gibt es noch mehr Informationen und Details zum Thema Sonnenaufgangs Trails.

Ohne Gipfel Frühstück inklusive Kaffee, geht bei mir nichts in der Frühe. Deswegen muss mein Trailrunning Rucksack immer genügend Platz für einen kleinen Thermosbecher und eine Tupperdose haben. Normalweise nehme ich Porridge bzw. Overnight Oats mit auf den Berg. Vorgequollen und damit leicht bekömmlich. Meine Frühstücksmuffins lassen sich sogar noch besser mitnehmen. Natürlich im Bienenwachs Tuch eingewickelt.

Einkehren

Im Normalfall lohnt ein Stop an der Jocheralm (1382 m). Geöffnet von Ende Mai bis Mitte Oktober bis 17 Uhr. Am Montag ist Ruhetag. Coronabedingt ist alles anders und ich kann dir, Stand heute, keine Info zu den Öffnungszeiten oder Take Away geben.

Für Veganer gibt es leider nur Brot und Getränke. Bevor ich mich vegan ernährt habe, war das Wiesenkräuter-Brot allerdings meine erste Wahl: Brot mit Frischkäse und bunten Kräutern und Blüten. Die hausgemachten Kuchen sind auch super lecker.

Zurück zum Auto

Ich nehme den kurzen Weg normalerweise als Auf- und Abstieg. Es gibt allerdings einen Rundweg den du gehen kannst. Dieser Weg hat einen entscheidenden Vorteil aber auch einige Nachteile.

Pro

  • Der Trail endet an einer perfekten Badestelle am Walchensee. Neben einem steinigen Ufer finden sich etwas tiefer im See große Felsen, auf denen man stehen und den Ausblick auf den See genießen kann. Wenn du Zeit am See einplanst, ist der Rundweg der Richtige.

Contra

  • Der Weg bergab besteht aus einer Mischung aus rutschigen Schotter- und Forstwegen, die mir keinen Laufspaß bereiten.
  • Du musst etwa 2 km am See entlang zurücklaufen. Dieser Weg ist asphaltiert.
  • Das letzte Stück zum Parkplatz geht entlang der Kesselberg Straße. Nur ein Teil davon ist ein sicherer Weg, der Rest führt am Rand der Straße entlang, was ich als unangenehm empfinde.

Wenn du eine längere Tour planst, kannst du auch über den Sonnenspitz, Rabenkopf oder über die Benediktenwand zurücklaufen. Ab Kochel bzw. Benediktbeuren, geht es mit dem Bus zurück nach Urfeld bzw. zum Kesselberg Parkplatz. Eine dieser Routen werde ich im Sommer bestimmt wieder gehen. Allein schon um den Steinböcken an der Benediktenwand einen Besuch abzustatten. Ein Update hierzu kommt natürlich für Dich.

Viel Spaß auf dem Jochberg,

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