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Plogging Trailrun zum Herzostand

Der Beitrag Plogging Trailrun zum Herzostand enthält unbezahlte Werbung.

Es gibt Trailruns, auf die ich mich immer wieder und wieder freue, zum Beispiel die Plogging Specials. Letztes Jahr waren wir mit der Trailrunning Community der adidas Runners Munich am Osterfeldkopf unterwegs, um Müll zu sammeln. Hier findest du den Artikel. Dieses Mal ging es zum Plogging an den Kochelsee und wir hatten lokale Unterstützung dabei.

So viel Müll hier

Von Müll in den Bergen kann die Maggy ein Lied singen. Maggy aka. Magdalena Kalus von @youareanadventurestory wohnt seit eineinhalb Jahren am Walchensee. Sie sieht regelmäßig die Mengen von Touristen, die zum See komen, die Alpen genießen und ihren Müll zurückgelassen. Wie vielen anderen auch, ging ihr dieses rücksichtslose Verhalten auf den Keks. Der Unterschied, Maggy hat sich nicht beschwert, sondern die Dinge selbst in die Hand genommen. Genauer gesagt, den recyclebaren Müllbeutel und die Müllzange. So ist sie manchmal fünf Stunden unterwegs bis sie den Gipfel ihres Hausberges, den Herzogstand, erreicht. Wenn du dich fragst, ob ihr Müllbeutel voll wird? Ja, das wird er. Jedes Mal.

Inzwischen arbeitet Maggy mit Dein Tölzer Land zusammen und unterstützt mit ihrer Reichweite auf Instagram deren Kampagne Naturschutz beginnt mit dir. Ganz klarer Fall also, dass wir mit den adidas Runners Munich diese Mission unterstützen und mit Maggy losziehen, um Müll zu sammeln.

Plogging Trailrun x adidas Runners Munich

Zum Müllsammeln sind wir natürlich ganz nachhaltig mit dem Bus angereist. Nach kurzer Fahrt kamen wir an der Talstation der Herzogstandbahn an. Maggy hat uns vor ihren Erfahrungen berichtet und recyclebare Handschuhe und Müllbeutel verteilt. Nach einem kurzen Race-Briefing ging es endlich los.

Volle Müllbeutel am Berg

Wie immer waren wir in zwei Pacegruppen unterwegs. Die schnelle Gruppe lief eine längere Runde über den Heimgarten Gipfel (1.791 m), das Schlehdorfer Kreuz (1.640 m) und den Grad zum Herzogstandhaus. Es galt 9,7 Kilometer und 1.175 Höhenmeter zu überwinden. Für die zweite Gruppe ging es in direktem Weg zum Herzogstand Gipfel (1.731 m). Mit nur ein paar weniger Kilometern galt es 7,2 Kilometer und 920 Höhenmeter zu schaffen.

Die Stimmung war super, das Wetter perfekt für einen Plogging Trailrun, denn der vorhergesagte Regen blieb aus. Unsere Beutel füllten sich überraschend schnell mit allem, was du dir vorstellen kannst: Energieriegel, Verpackungen, Plastikflaschen, Bananenschalen, Taschentücher, Bahntickets, Kaugummi-Folie.

Je länger wir sammelten, desto ärgerlicher wurde ich. Was geht in den Leuten vor, die hier ihren Müll lassen? Allein auf den letzten Metern zwischen Hütte und Gipfel lag genug für eine volle Tüte. Unsere ganze Gruppe war überrascht, wie viel jeder am Gipfelkreuz in den Müllbeuteln hatte. Wie kann man auf der einen Seite die Natur genießen wollen und auf der anderen Seite seinen Dreck in die Natur werfen?

Oben angekommen, wurde es richtig frisch. Der Wind legte zu und auf einmal fing es sanft an zu schneien. Wie verrückt, mit Schnee hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Vor allem nicht in den bayrischen Voralpen um diese Jahreszeit. Aber irgendwie hat der feine Nieselschnee gut zur mystischen Stimmung gepasst. Der Nebel zog auf und wieder ab und gab den Blick auf den Grad frei. Wunderschön. Es ist schon eine Weile her, dass ich den Grad gelaufen bin. Der nächste Besuch wird auf jeden Fall nicht lange auf sich warten lassen.

Einkehr im Herzogstandhaus

Eigentlich wollten wir am Gipfel auf die schnelle Gruppe warten, um gemeinsam ein Gipfelfoto zu schießen, aber es wurde einfach zu frisch. So entschieden wir zurück zum Herzogstandhaus zu laufen, um nicht auszukühlen und gesund zu bleiben.

Im Herzogstandhaus angekommen, habe ich mich direkt umgezogen. Wechselklamotten bzw. extra Layer sind bei unsicherer Witterung wichtig. In den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen und so war ich froh warm und trocken in der Hütte zu sitzen. Als ich die Speisekarte aufschlug, machte ich große Augen, denn: Es gab vegane Gericht. WOW. Damit hatte ich nicht gerechnet.

  • Tomatensuppe mit Brotcroutons 5,90 €
  • Paprika Kartoffelgulasch mit Pesto 12,90 €
  • Salatteller mit Couscous-Gemüse-Pflanzerl 14,50 €
  • Folienkartoffel Sojajoghurt Dip 10,90

Ich entschied mich für die Couscous-Gemüse-Pflanzerl und ich muss sagen, meine Wahl war die richtige, hmmm. Auf den Salat habe ich allerdings verzichtet. Mit war nicht nach kaltem Essen und Rohkost bei dem frischen Wetter. Dafür habe ich gleich zwei Humpen heißen Apfelpunsch getrunken.

Toll, dass es immer mehr Hüttenwirte gibt, die mehr vegetarische anbieten und vegane Speisen in ihr Angebot aufnehmen. Hier geht es zum Artikel “Vegane Verpflegung in Berghütten” mit vielen Informationen.

Zurück ins Tal

Nachdem auch die schnelle Gruppe in der Hütte angekommen war und wir uns alle erholt und gestärkt hatten, ging es über den Pionierweg zurück ins Tal. Die letzten Meter führten über den Felsenweg, der sehr idyllisch am Kochelsee entlang läuft. Um zum Parkplatz zu kommen, mussten wir noch ein kurzes Stück durch eine Wiese laufen. Auch wenn es einen schmalen Pfad gab, berührten die Gräser und Blumen unsere Beine. Deswegen erinnere ich jedes Mal beim Laufen daran: Suche dich gründlich nach Zecken ab, um nicht an FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Borreliose zu erkranken.

Plogging Trailrun Fakten:
Insgesamt war die schnelle Gruppe 21,3 Kilometer unterwegs und hat ganze 1.342 Höhenmeter geschafft. Die zweite Gruppe kam auf 18,8 Kilometer und 1.087 Höhenmeter. WOW, das sind ordentliche Zahlen. Das nächste Mal werden wir auch wieder einen Run für Läufer*innen anbieten, denen 18+ Kilometer zu viel sind.

Mir hat der Plogging Trailrun wie immer super viel Spaß gemach und ich freue mich schon auf den nächsten Trailrun. Ich hoffe, dass dich mein Artikel motiviert und ansteckt, das nächste Mal mit der adidas Runners Munich Community mitzukommen und gemeinsam die Berge unsicher zu machen. Ein paar Ideen und einen besonders schönen Weg in den Ammergauer Alpen habe ich schon auf der Liste stehen.

Danke an die adidas Runners Crew, die wie immer zahlreich unterstützt hat. Die schönen Bilder hat wieder Stefan Schaaf / Peak Art Images gemacht. Danke.

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